Buchrezension
Stephan Holthaus & Timo Jahnke: Aktive Sterbehilfe - Ausweg oder Irrweg?
31 Oktober 2008
- Crossnet
Das Leben präsentiert sich selten in Schwarz-Weiß; nur allzuoft bekommt man es mit den unterschiedlichsten Grautönen zu tun ... und so mancher darunter verdient eine genauere, eingehendere Betrachtung. Vorgenanntes gilt auch für die "Aktive Sterbehilfe". Es beginnt mit der Klärung verschiedener wesentlicher Begriffe und endet mit der Frage: "Wieviel darf ein Menschenleben in Zeiten von weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrisen kosten?"
Stephan Holthaus und Timo Jahnke haben ein kompetentes Buch zum Thema "Aktive Sterbehilfe" geschrieben. Darin beleuchten sie gängige Vorurteile, räumen mit Halbwissen auf und scheuen auch davor zurück, das eine oder andere "heiße Eisen" anzupacken.
Fazit:
Ein Standardwerk zu einem heiklen Thema, das sich Tag für Tag weniger ignorieren läßt und es daher verdient, in angemessener, fairer Weise diskutiert zu werden.
Autoren: Dr. Stephan Holthaus & Timo Jahnke
Titel: Aktive Sterbehilfe - Ausweg oder Irrweg?
Seiten: 138. Gebunden.
Verlag: Brunnen
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Klappentext:
„Durch die steigende Zahl hoch betagter Menschen und den Fortschritt der Medizin werden die Fragen nach dem Lebensende immer dringlicher. Kontrovers wird das Thema 'Aktive Sterbehilfe' diskutiert. Viele Menschen haben Angst vor einem langsamen und
qualvollen Tod. Intensivstationen, auf denen Menschen mit höchstem technischen Einsatz am Leben erhalten werden, gelten bei vielen als unmenschlich. Warum soll der Mensch nicht frei über sein Lebensende entscheiden können? Gibt es nicht ein Recht auf ein
selbstbestimmtes und würdevolles Sterben?
Dieses Buch ist ein brennendes Plädoyer gegen jede Form der Legalisierung von 'Aktiver Sterbehilfe' in Deutschland. Es enthält aktuelle Informationen über die Entwicklungen in Deutschland, der Europäischen Union und anderen Ländern, zeigt die großen
Probleme einer Freigabe auf und bietet praktische Hilfestellungen. Aktive Sterbehilfe ist keine Hilfe, sondern eine Gefahr für Sterbende.
Die Autoren sind überzeugt: 'Wer im Sterben gut begleitet wird, braucht keine Aktive Sterbehilfe.'"
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Inhalt:
Vorwort
1. Aktive Sterbehilfe: Worum geht es eigentlich?
2. Aktive Sterbehilfe in Vergangenheit und Gegenwart
Länder mit legalisierter aktiver Sterbehilfe
Die deutsche Geschichte: Euthanasie im Dritten Reich
Aktive Sterbehilfe und die Mediziner
Aktive Sterbehilfe und die Politiker
Aktive Sterbehilfe und die Juristen
Was sagen die Ethiker?
Sterbehilfeorganisationen im deutschsprachigen Raum
3. Aktive Sterbehilfe: Was spricht dagegen?
Alles eine Frage der Perspektive
Das Problem der öffentlichen Darstellung
Vom Sterben-Wollen zu Sterben-Müssen?
Die Folgen der Freigabe aktiver Sterbehilfe
Nicht einmal der Tod ist umsonst: Kostendruck und Gewinnspannen am Lebensende
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - auch angesichts von Leid und Tod?
Selbstverständlich selbstständig? Menschliche Autonomie und aktive Sterbehilfe
Von der Unbedenklichkeit des Tötens: Folgen für Ärzte und Angehörige
"Beautiful World"? Auf dem Weg zu einer neuen Leidkultur
4. Praktische Hilfen und Einzelfragen
Vom Umgang mit Schwerkranken, Alten und Sterbenden
Therapiebegrenzung: Der Verzicht auf Lebensverlängerung
Die Grauzonen: Terminale Sedation und Missbrauch der "indirekten Sterbehilfe"
Die Vorsorge- und Betreuungsvollmacht
Die Patientenverfügung
Die Palliativmedizin und die Hospizbewegung
Epilog
Anhang
Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung (Mai 2004)
Ausgewählte Literatur
Web-Adressen
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