Polizei geht von Brandstiftung aus - Ende der offenen Jugendarbeit
B a u n a t a l (idea) - Ein als kirchlicher Jugendtreff ausgebauter Bauwagen ist in Baunatal bei Kassel ein Opfer der Flammen geworden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Das Feuer war am 27. Juli gegen Mitternacht an einem Spielplatz entdeckt worden. Der Totalschaden wird auf 3.000 Euro beziffert. Pfarrer Joachim Simon von der evangelischen Kirchengemeinde Altenritte (Baunatal) rechnet damit, dass der Brand das Aus für den Jugendtreff bedeutet. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe es eine unerfreuliche Entwicklung gegeben. Probleme mit Randale und Alkoholmissbrauch seien zuletzt eskaliert, sagte Simon der Zeitung Hessisch Niedersächsische Allgemeine (Kassel). Der Bauwagen sei auch mehrmals aufgebrochen worden. Drei Tage vor dem Brand hatte Jugendarbeiter Heiko Kurratt die Türen nochmals gesichert, bevor er in den Urlaub fuhr. Bereits Ostern 2007 war der Vorgänger-Wagen ausgebrannt. Die Täter wurden nicht ermittelt. Simon zeigte sich enttäuscht und traurig, dass die Jugendlichen sich selbst ihr Gebäude zerstörten. Diese Art der offenen Jugendarbeit sei gescheitert oder habe sich zumindest überholt. Oft seien junge Leute aus Kassel mit der Straßenbahn angereist, um zu trinken und über die Stränge zu schlagen. Funktioniert habe der Treff bei Anwesenheit des Jugendarbeiters. Die sei aber bei einem Arbeitsvertrag mit 12,5 Wochenstunden nicht immer möglich gewesen.